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raφ Library
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2’109 Items
Last Updated:
Sep 19, 2017
36 Grad [Vinyl LP]
2raumwohnung*****
Havoc And Bright Lights [Vinyl LP]
Alanis Morissette
Supposed Former Infatuation Ju [Vinyl LP]
Alanis MorissetteWährend ihres Aufenthalts 1997 in Indien kam Alanis Morisette wieder zu neuen Kräften. Als Resultat ihrer sehr positiven Stimmung dort, hat sie 17 Songs für Supposed Former Infatuation Junkie kreiert. Jedes dieser Stücke hat die Suche nach Erleuchtung und Selbsterkenntnis zum Thema und vielen Fans wird es wohl mißfallen, daß sie auf diesem Album nun sich selbst kritisiert. Nach dem rekordbrechenden Jagged Little Pill aus dem Jahre 1995 ist dieses langersehnte Nachfolgewerk aber alles andere als enttäuschend. Die Songs auf der CD sind mit düster-mitreißenden psychedelischen Gitarrenriffs versehen, die dem Songbook von Jimmy Page entnommen sind. Paradoxerweise ist das Album weniger aufschlußreich und gleichzeitig enthüllender als die Erfolgs-CD Jagged Little Pill. Auf ihrem neuen Werk scheut die Musikerin sich nicht davor, sich ihren Fans zu öffnen. In einer Art stockenden Bewußtseinsstroms läßt sie erneut ihre persönlichen Geheimnisse und Eigenheiten in einer etwas zu lockeren Weise in Geschichten von Mißbrauch, verlorener Liebe und Selbstgeißelung einfließen. Manchmal fragt man sich, ob diese musikalische Sphinx nicht doch noch etwas verheimlicht. Im Song "Baba" beschäftigt sie sich mit dem Konkurrenzkampf auf dem spirituellen Sektor und verhöhnt das zur Modeerscheinung verkommene Hinterherlaufen der Menschen nach Erleuchtung. "Would Not Come" schneidet ein ähnliches Thema an und läßt uns Ausschnitte aus ihrem Tagebuch miterleben. "Your House" und "Would Not Come" sind die einzigen Stücke, in denen Sex eine Rolle spielt. Der Percussion-Song "Are You Still Mad" stellt auf dem Album die einzige Revanche gegenüber einen enttäuschenden Liebhaber dar. Sie fällt jedoch viel subtiler aus, als in ihrem älteren Stück "You Oughta Know". Die Höhepunkte der CD sind indessen "Thank U" und die poppige Hip-Hop-Nummer "So Pure". Eine (und wirklich nur eine) kritische Anmerkung wäre dennoch zu machen: das massiv wirkende Zusammenspiel der Instrumente übertüncht manchmal die raschen Wortspiele der Sängerin. Der unerreichbar gute Rhythmus und das ausgeklügelte Gitarrenspiel geben dem Album frischen Wind, verhindern aber an manchen Stellen, daß die Message zum Hörer vordringt. —Jaan Uhelszki
Gioielli rubati (1985) [Vinyl LP]
Alice
A Curious Thing (Vinyl) [Vinyl LP]
Amy MacdonaldMit ihrem ersten Hitalbum This Is The Life gelang der 22-jährigen Schottin Amy Macdonald ein atemberaubender Senkrechtstart und bescherte ihr einen Erfolg, der auch nach mehr als einem Jahr kaum abflauen wollte. Nun legt sie ihr zweites Album nach, mit entsprechend hohen Erwartungen von allen Seiten: A Curious Thing. Mit von der Partie, wenn auch eher dezent im Hintergrund, ist Paul Weller, in dessen “Black Barn Studios“ dieses Album eingespielt wurde. Seine unverwechselbare musikalische Handschrift ist gleich auf mehreren Stücken dieses Albums zu hören, unter anderem an der Gitarre (“Love Love“) und am Bass (“This Pretty Face“). Bereits der erste Song “Don’t Tell Me That It’s Over“ zeigt wohin Amy Macdonalds musikalischer Weg geht; ein flotter Popsong mit Ohrwurmcharakter und sicherlich nicht ganz zufällig die erste Singleauskopplung dieser abwechslungsreichen Scheibe! Das musikalische Spektrum ist groß. Da gibt es Songs, die eher die lebenslustige, natürliche Seite der Sängerin zur Geltung bringen, wie etwa “This Pretty Face,“ mit seiner charmanten Mischung aus fröhlich rhythmischer Straßenmusik und Anklängen von “Octopus’s Garden“ der Beatles, zu der sich Streicher und dahin getupfte Klavierakkorde gesellen. Oder “My Only One,“ das in die Kategorie der romantischen Folk-Ballade gehört, ein Metier, auf das sich Amy Macdonald ebenso souverän versteht, wie auf die etwas energischeren Töne von “Troubled Soul.“ Dennoch liegt der musikalische Schwerpunkt eindeutig auf den ruhigeren Tönen. “What Hapiness Means To Me“ samt hidden track “Dancing In The Dark“ ist ein persönliches Glaubensbekenntnis der eigenen Vorstellung von Glück, schlicht und anmutig zugleich mit schnörkelloser Klavierbegleitung und natürlicher Stimme vorgetragen. “Dancing In The Dark“, ein waschechter Folk-Song, veranschaulicht Amy Macdonalds Fähigkeit, nur mit einer Klampfe und ihrer Stimme ein Live-Publikum im Schach zu halten. Und deshalb endet nicht nur dieser Song sondern auch das gesamte Album A Curious Thing verdientermaßen mit frenetischem Beifall! - Andreas Schultz
Back to Black [VINYL]
Amy Winehouse
Tears Dry on Their Own
Amy WinehouseTwelve inch vinyl pressing of this 2007 single pulled from the soulful British vocalist's commercial breakthrough album Back To Black. Features three versions of 'Tears Dry On Their Own': Alix Alvarez Sole Channel Mix, Al Usher Remix and Main Version. Island.
The Haunted Man [Vinyl LP]
Bat for Lashes
Pearl’s Dream EP
Bat for Lashes
Declare Independence 2
Björk
Homogenic [Vinyl LP]
Björk
The Dull Flame of Desire [UK-Import] [Vinyl Single]
Björk
Volta (Limited Edition) [Vinyl LP]
BjörkLeicht hat es Björk einem ja nie gemacht. Zwischen Elektronik, Gitarren-Pop und purer Stimmenakrobatik hat dieses zauberhafte Wesen unzählige Klangfelder zwischen Hanglagen und Ebenen beackert. Da nährt sich der Verdacht, dass die Isländerin einen immer schwerer überraschen kann, doch genau das Gegenteil ist bei Volta der Fall. Ein Album, wie eine Befreiung nach den recht abseitigen und nur in kleinen Dosen genießbaren Medulla und dem Soundtrack Drawing Restraint 9.

Ein klein wenig nimmt sie noch in Form von Nebelhörnern und japanischen Klängen mit herüber aus dieser Filmmusik, aber nach all den ernsthaften, künstlerisch sehr ambitionierten Projekten stellt Björk auf Volta den Rhythmus in den Fokus. Interessanterweise standen zuerst die Songideen und Soundgerüste, ehe die Beats im letzen Arbeitsschritt dazugefügt wurden. Unüberhörbar sind dabei die Helfer Tim „Timbaland“ Mosley oder Mark Bell (LFO), die wie auch Antony oder Toumani Diabaté und all die vielen anderen Mitwirkenden völlig aufgehen in der björk'schen Welt. Die Skandinavierin selber nutzt nicht nur alle die Variationsmöglichkeiten ihres Gesangorgans, sie fungiert neben dem Programmieren auch als Produzentin. Keinen Track dockt sie nahtlos an den nächsten, Abwechslungsreichtum bestimmen das Album mit seinen Orchestrierungen, Brass-Tupfern, Tribal-, Gabba- oder Break-Beats, den Duetten mit Antony oder nie übertriebenen Verschrobenheiten. Ein Höhepunkt in der Karriere dieser Ausnahmesängerin! —Sven Niechziol
Voltaic [Vinyl LP]
Björk
Wanderlust 1 (Ltd White Label) [Vinyl Single]
Björk
Wanderlust 2 (Ltd White Label) [Vinyl Single]
Björk
Oh mercy [Vinyl LP]
Bob Dylan
Songs of (by Sam Cooke, Bryan Ferry, Elvis Presley, Them..) [Vinyl LP]
Bob Dylan
Downpour [Live from Boston] [Vinyl Maxi-Single]
Brandi Carlile
Give Up the Ghost [Vinyl LP]
Brandi Carlile
Cher
Cher
Love hurts (1990/91) [Vinyl LP]
Cher
The Adventures of Ghosthorse a [Vinyl LP]
CocorosieCocoRosie sind von dieser Welt und doch so mysteriös und schwer zu analysieren, nicht greifbar und schwer begreiflich. Selbst nach einem langen Interview mit Sierra Casady (Rosie) ist die Liste der Fragen nicht kürzer, sondern eher länger geworden. Das macht es nicht leichter, die Faszination, Verspieltheit, Schönheit und große Intimität, die von The Adventures Of Ghosthorse And Stillborn ausgeht, in Worte zufassen. Anstatt zweifelhafte Analysen abzugeben, die mehr über den Autor als die Platte verraten, lassen wir die charmante Sierra sprechen:

Überall sind unterschiedliche Geschichten über euer Leben zu lesen.
Sierra: „Wir haben wirklich so viele Geschichten, Kapitel und Abschnitte, weil unser Leben immer aus Reisen bestand und man da durcheinander kommen kann.
Ihr habt zudem keine gemeinsame Kindheit.
Sierra: „ Ja, und wir sind so unterschiedlich, dass wir lange dachten, es gäbe nicht die geringsten Gemeinsamkeiten. Das Gefühl war so ausgeprägt, dass wir unsere gegenseitige Existenz nicht wahrnehmen wollten“.
Und warum habt ihr unerwartet in Paris zusammen gefunden?
Sierra: „Weil wir lange nicht begriffen haben, dass es da etwas Unerklärliches zwischen Geschwistern gibt, und dass es eine kreative Nähe existiert, wie zu sonst Niemandem. Wir zusammen mehr sind, als unsere einzelnen Teile“.
Erklärt das eure verschrobene Musik?
Sierra: „Nein, sie passiert ungeplant, ohne Kalkül einfach so wie CocoRosie einfach passierten. Bianca kam mich in Paris besuchen und ich dachte, sie bleibt eine Nacht. Aber wir waren sofort unglaublich dicht zusammen, beim Schreiben, Kochen, Musikmachen. Die Lieder von unserem erstes Album La Maison De Mon Reve waren ja nie für die Öffentlichkeit gedacht. Wir schrieben unsere privates kleines Tagebuch, nicht in Worten, sondern in Noten. Auf Wunsch spielten wir zwei, drei Lieder auf einer Geburtstagsfeier und jemand rief den Präsidenten vom Label Touch & Go an. Der hat das dann live gehört...“
Ihr seid schnell öffentliche Personen geworden, The Adventures Of Ghosthorse And Stillborn klingt aber wieder sehr persönlich.
Sierra: „Wir arbeiten auch weiterhin sehr privat. Teilweise entstanden die Songs auf einer abgelegenen Farm in Südfrankreich zwischen Tieren und Dreck, teilweise auf Island, was sehr inspirierend war. Zudem verarbeiteten wir Einschnitte im Leben, unsere Bruder starb wie auch der Großvater. Deshalb finden sich auch Themen wie Zukunft - Vergangenheit oder Erdverbundenheit - Spiritualität auf der Platte“.
Erklärt das die Musik, die zwischen dynamischen, fast störrischen-kindliche Stampfrhythmen und Verschrobenheiten, linearen Strukturen, hymnischer Gesang und völliger Entrücktheit mit seinen typischen Pferdegewieher pendelt? Musik, die anscheinend einfach nicht erwachsen werden will, die vielleicht Angst vor dem Alter ausdrückt?
Sierra: „Keine Angst! Aber es gibt da schon eine Peter-Pan-Philosophie und aufgrund der Ereignisse eben auch Themen wie Tod, Ethik, sehr irdische Dinge.“
Und Heimatlosigkeit?
Sierra: „Wir kennen das nicht anders, wir konnten nie die Erfahrung machen, ein Heim aufzubauen. Wir sind wie Schnecken, die es auf dem Rücken tragen“.
Beziehungen, Liebe? Sierra: “Bianca entdeckt gerade ihre maskuline Seite und hat eine Freundin, sie ist jetzt mit Antony von Antony & The Johnsons zusammen...“
Ups, Antony, der ja wieder als Gastsänger auftaucht ist doch ein Mann!
Sierra: „Ich glaube, Bianca sieht das anders, Antony ist doch sehr weiblich!“
Er ist wie ihr einer der Lieblinge der Nu-Folk-Szene, des New-Weird-America.
Sierra: „Ich sehe da eigentlich weniger eine tiefe musikalische Verbundenheit denn eine geistige Verwandtschaft zwischen den Künstlern...“

Die geistige Verwandtschaft zwischen CocoRosie und ihren Zuhörern besteht auch darin, dass einen die beiden jungen Frauen aus den USA an verschüttete Orte mitnehmen, wo kein Zug hält, außer Wegweisern wie The Adventures Of Ghosthorse And Stillborn keine Gleise mehr hinführen. Sie verklemmte und vernagelte Schubladen im Kopf öffnen, eingeschlafene Sehnsüchte wecken und einem klarmachen, dass das Leben zwischen der Suche nach Schnäppchen, Sicherheitsgarantieren und Besitzstandsmehrung viel mehr zu bieten hat. CocoRosie erklären einem aber nie die Welt, sie nehmen einen nicht mal an die Hand: Sie geben einem mit diesem von Valgier Sigurdsson (Björk) mitproduzierten, verwirrenden Album nur das Gefühl, das es mehr geben muss... —Sven Niechziol
A night to remember (1989) [Vinyl LP]
Cyndi Lauper
Brothers in arms (1985) [Vinyl LP]
Dire Straits
Metals [Vinyl LP]
FeistVier Jahre nach ihrem gefeierten Hit-Album The Reminder meldet sich Feist mit ihrem neuen Werk zurück: Metals , das vierte Studioalbum der Kanadierin, erscheint am 30. September. Bei den Aufnahmen an der kalifornischen Küste wurde die 35-Jährige sowohl von langjährigen Weggefährten Chilly Gonzales und Mocky als auch von neuen Verbündeten wie Valgeir Sigurdsson (Bonnie „Prince“ Billy, Björk) unterstützt.
Die Stücke, die auf Metals versammelt sind, rangieren von sachte polternden, stimmungsvollen Klangteppichen bis hin zu extrem intensiven Tracks, die wie ein musikalisches Pendant den aufziehenden Nebel und das darauf folgende Gewitter widerspiegeln. Feist ist zurück – und besser denn je.
The Reminder [Vinyl LP]
Feist“Imagination is funny,-it makes a cloudy day sunny“ lautet eine Textzeile aus dem Jazz-Standard “Imagination“ von Johnny Burke und James Van Heusen. Eine Charakterisierung, die auch perfekt auf Leslie Feist und ihre Musik zutrifft. Unter ihrer musikalischen Vorstellungskraft verwandeln sich Leichtigkeit in Schwermut und Traurigkeit in ein Strahlen. Ihr neues Album The Reminder ist in jeder Hinsicht wie ein schöner Traum.

Doch weil Träume leider zugleich auch oft Schäume sind, mischt sich in die Begeisterung über Leslie Feists musikalischen Einfallsreichtum beinahe so etwas wie Furcht, alles könne sich spurlos in Luft auflösen. Möge ihr der Stoff für grandiose Songs wie auf The Reminder niemals ausgehen! Nach dem seinerzeit so unerwarteten Erfolg von Let It Die, der eine längere Tournee nach sich zog und dem Nachfolger Open Season, fand die kanadische Sängerin erstaunlicherweise noch immer genügend Zeit und Energie, dieses neue Wunderwerk aus der Taufe zu heben. Mit von der Partie sind die restlichen Mitglieder der alt bewährten Karawane, die einst von Toronto nach Berlin zog und nun weiter nach Paris, vor dessen Toren The Reminder entstand: Jason Beck alias Gonzales, Julian Brown und die Gebrüder Baird, sowie natürlich Mocky. Genau wie auf Let It Die bringt das Zusammenspiel der Canadian Connection wieder Außergewöhnliches hervor, insgesamt 13 Stücke, die in gelungenen Arrangements aus akustischer Gitarre, Banjo, Klavier, Drums und zuweilen Orchester (“1234“) herrlich ruhig dahin fließen ohne jemals ins Plätschern zu geraten. Die Vielseitigkeit und Ausgefeiltheit der Arrangements offenbart sich vor allem jenen, die sich Zeit zum Zuhören nehmen. Dann steht die Chance gut, in der abgründig düsteren Ballade “The Limit To Your Love“ den musikalischen Atem von Lee Hazlewood zu spüren, oder die Vibes eines Matthew Herbert, an einer der ganz wenigen Passagen, an denen die Fußspitzen ins Wippen geraten, bei “Sealion“. Ob Gonzales hier nicht vielleicht doch eine Prise Funk ins Spiel hätte bringen können, wie seinerzeit auf seinem Album Uber alles? Hat er nicht, denn Feist bleibt Feist und diese sich ihrer Nähe zum urbanen Folk treu, wie im Musterbeispiel “The Park“.

Neben dem durchweg brillanten musikalischen Niveau sämtlicher Stücke, ist die persönliche Grundhaltung zum Musikmachen auf The Reminder wohl am bemerkenswertesten. Jeder Ton transportiert ein großes Maß an Unabhängigkeit gegenüber allem Gängigen und macht deutlich, dass es sich um das Album einer Sängerin handelt, die bedingungslos ihre eigene Musik macht. Wie das am besten gelingt, lässt sich hier nicht nur nachhören, sondern auch auf dem Cover studieren: indem man viele schöne Fäden zwischen Gott und der Welt spannt und diese dann wieder bei sich zusammenlaufen lässt. — Andreas Schultz
Stay Gold
First Aid Kit
Tango in the night (1987) [Vinyl LP]
Fleetwood MacAngesichts des anhaltenden Erfolgs des Kassenschlagers Rumours ist es kaum verwunderlich, daß dieses Album aus dem Jahre 1987 als weniger gelungen betrachtet wurde. Eigentlich schade, denn diese vielfach unterbewertete LP enthält viele einfallsreiche und eingängige Stücke, die allesamt etwas eigenwillig klingen, was ihnen zusätzliche Klangtiefe und Emotion verleiht. Herausragend Lindsey Buckinghams exzentrisches, ja beinahe bedrohliches "Big Love", aber auch Christine McVies bittersüßes "Little Lies", sowie solch unbekannte Größen wie "Seven Wonders", "Caroline", "Mystified" und Stevie Nicks' geheimnisvolles "Welcome to the Room... Sara." —Scott Schinder
Seventh Tree [US-Import] [Vinyl LP]
GoldfrappDiese Frau hält sich nicht lange bei einem Thema auf. Erneut sucht Alison Goldfrapp auf ihrem vierten Album Seventh Tree den Bruch zum Vorgänger, der mit seinem Vorgänger brach, wie der mit dem hochgelobten Debüt Felt Mountain. Parallel dazu gleicht auch keine Cover dem anderen, womit das Duo Alison Goldfrapp und Will Gregory verdeutlicht, dass es an Wiederholungen und Selbstkopie wenig interessiert ist. Eine löbliche Einstellung, auch wenn die Briten damit permanent Verwirrung unter den eigenen Fans stiften und damit verhindern, eine treue und feste Anhängerschar hinter sich zu sammeln. Wer Goldfrapp wegen Black Cherry und Supernature die Freundschaft kündigte, sollte jetzt zurückkommen, für alle anderen gilt: seid tapfer, nehmt euch Zeit und Ruhe! Das erneut im mondänen Bath aufgenommene Seventh Tree gleicht einer Flucht weit weg von den Tanzflächen, weg von Pop und Glam, nimmt man mal die deplacierte und doch gelungene Nummer „Caravan Girl“ aus. Dafür dringt das von Flood (U2, Depeche Mode, New Order) mitproduzierte Werk tief ein in Psychedelia, versponnene Sounds, Streichersequenzen, akustischem Folk und gedämpfte Elektronik. Eine angenehme Wärme durchströmt die Downtempo-Songs, an deren Gelingen neben Alisons hinreißendem Gesang auch die Harfenspielerin Ruth Wall maßgeblich beteiligt ist. Seventh Tree schlägt zwar andere Richtungen als Felt Mountain ein, und doch herrscht endlich wieder eine so lange vermisste Atmosphäre, die unter der Discokugel nicht aufkommen wollte. —Sven Niechziol
Bochum [Vinyl LP]
Herbert Grönemeyer
You Got Me Singing
Jack Palmer, Amanda Palmer
Classic Lp Collection [Box] [Vinyl LP]
Janis Joplin
Speaking of dreams [Vinyl LP]
Joan Baez
Have One on Me [Vinyl LP]
Joanna NewsomÜber 120 Minuten Musik, verteilt auf 18 teilweise episch lange Songs und drei CDs - das lässt erwarten, dass Joanna Newsom mit Have One On Me ein üppiges Paket mit Schwerstarbeit für die Sinne reicht. Und dann kommt es ganz anders, denn die singende Harfenspielerin versucht gar nicht, den überaus erfolgreichen und umschwärmten Vorgänger Ys zu überflügeln. Den hatte sie 2006 mit dem legendären Arrangeur Van Dyke Parks, Steve Albini und Jim O’Rourke aufgenommen, eine kaum zu toppende Kompetenz-Allianz. Vier Jahre später greift der Darling des Nu-Folk auf weniger prominente Namen zurück und arbeitete eng mit dem Komponisten , Multiinstrumentalisten und Balkan-Musik-Fachmann Ryan Francesconi aus Portland / Oregon zusammen. Das 3-fach-Album (CD wie LP) Song für Song zu sezieren ist kaum möglich, zu überwältigend und kaum zu verdauen ist diese Menge an Eindrücken, Details und spielerischen Feinheiten. Auffällig an Have One On Me, zu deutsch “Ich gebe einen aus”, ist aber die gereifte Stimme von Joanna Newsom, die trotz ihrer Gesangshöhe kaum noch pieps und kieks, all diese björk’sche Gesangsakrobatik vermeidet und nun mehr an Kate Bush erinnert. Der Verzicht auf die stimmlichen Eskapaden bei gleichzeitigen Beibehalten des permanenten Heben und Senkens der Stimme kommt den feinfühligen Stücken sehr entgegen, die sich trotz ihrer Länge kaum verlaufen und die Songstrukturen nicht aufgeben. Das macht Have One On Me zugänglicher, trotz einer Flut von Reizen, die von osteuropäischen zu asiatischen, von Folk, Jazz zu Soul reichen. Trotzdem: Je weiter man sich durch das Werk mit seinen opulenten Streichern und Bläsen wie schlichten Akustik-Passagen arbeitet, desto mehr verschwimmen die Erinnerengen an das zuvor Gehörte...obwohl Joanna Newsom auf komplexe Strukturen zugunsten Transparenz verzichtet. Ein Schicksal bleibt dem wunderschönen wie geheimnisvollen Have One On Me damit garantiert erspart, nämlich nach einigen Hördurchgängen bis auf die letzte Note dechiffriert worden zu sein. - Sven Niechziol
50 Words for Snow [Vinyl LP]
Kate Bush
Aerial [Vinyl LP]
Kate BushNach zwölf Jahren Plattenpause traut sich Kate Bush wieder - und wie! Mit Aerial, einem Doppelalbum und der siebenten Studio-LP ihrer fast 30-jährigen Karriere, zeigt die eigensinnige Engländerin, warum sie als die „erste Elfe der Popmusik“ ganze Legionen nachfolgender Sängerinnen bis auf den heutigen Tag nachhaltig beeinflusst hat. Als eine der ersten setzte sie fast nur auf das exzessive Experiment mit ihrer Stimme, überflügelte rockgeprägte Gesanghöhen und durchbrach konventionelle Songarrangements. Diese Freiheit gönnt sie sich nun gleich doppelt.

Der Albumtitel Aerial ist programmatisch - schon immer stand ihr Gesang für das Luftige, Fliegende, Ätherische.

Genau das bestimmt sowohl die erste CD mit sieben, eher konventionell komponierten Songs, als auch die zweite, die wieder einmal ein Songzyklus, oder besser gesagt, eine Art Konzeptalbum im besten Sinne des altmodischen Begriffs ist. Beide heben sich erstaunlich frisch von marktstrategischer Trendware ab, sind allenfalls im positiven Sinne „altmodisch“, weil authentisch und abenteuerlustig. Das gilt übrigens auch für alle Texte. Hier zeigt sich Kate Bush, der man musikalisch gesehen vor allem Romantisches unterschieben würde, erstaunlich findig. Der kraftvolle Rocker „King Of The Mountain“, zurecht die erste Single, handelt zwar von Elvis Presley, dem Ruhm und wie es da ganz oben aussieht, aber danach macht sie einen intellektuellen Exkurs durch Themen, die allenfalls David Byrne in eingängige Songs kleiden kann. Ob nun der traumhafte Trance über einen Zahlenfetischisten, der schon irreal-groteske Haushaltssong am Mollpiano „Mrs. Bartolozzi“ mit dem endlos-inbrünstigen Refrain über die „Waschmaschine“, ihre Gedanken über das Unsichtbarwerden zu tockernden Basslinien auf „How To Be Invisible“ oder ganz abgehoben, versponnen „Joanni“, eine literarische Hommage an Jean D‘Arc - Kate Bush enthuscht der Pop- und Rockrealität auf ihre vielschichtige Weise. Für ihren Sohn „Bertie“ hat sie folglich auch ein mittelalterliches Menuett mit Minnegesang komponiert, und Katastrophen wie die Zerstörung der Twin Towers in New York verschwinden bei ihr ganz sakral im „A Coral Room“.

Nach CD 1, genannt „A Sea Of Honey“, gönnt sich Kate Bush also mit CD 1 „A Sky Of Honey“ einen musikalischen Spaziergang durch einen Tag, auf dem sie alle wunderlichen bis wunderbaren Klangbilder zusammenfasst, die man seit Konzeptalben der Pink Floyd, Genesis und Peter Gabriel kennt. Natürlich auch mit den modernsten Mitteln der Elektronik. Hat man sich auf dieses Opus eingelassen, taucht man in ihre bildhaften Arrangements aus Originalgeräuschen, verfremdeten Stimmen, wechselnden Stimmungen und Stilen vom Flamenco bis zur schwebend-leichten Orientalik ein. Leichtfüßig bis hochdramatisch, exaltiert und transzendent. Wir haben gerne zwölf Jahre gewartet. — Ingeborg Schober
Before The Dawn
Kate Bush
Director'S Cut [Vinyl LP]
Kate Bush
Dreaming (1982) [Vinyl LP]
Kate Bush
Dreaming (1982) [Vinyl LP]
Kate Bush
Experiment IV (1986) [Vinyl Single]
Kate Bush
Hounds of Love (180g) [Vinyl LP]
Kate BushNur wenige Frauen haben das Vokabular des Rock auf ähnlich bezaubernde Art und Weise erweitert, wie Kate Bush dies tat. Unter den männlichen Stars findet man wohl nur Prince, der derart risikofreudig ist.

Auf Hounds Of Love präsentiert sich Kate Bush weniger exzentrisch als auf ihrem letzten Album The Dreaming. Stattdessen bietet sie uns hier episch-breiten, hochdramatischen Elektro-Pop, der sich mit den großen Themen Leben, Tod und Gott auseinandersetzt. "Running Up That Hill" war eine der herausragenden Singles der 80er Jahre, während ein Song wie "Cloudbusting" mit seinem vorwärtstreibenden Streicherthema noch immer von magischer Schönheit ist.

In "Jig Of Life" schließlich zeigt sich, daß Kate Bush eine der wenigen Künstlerinnen ist, die sich der keltischen Mystik musikalisch annehmen können, ohne auch nur eine Spur abgedroschen oder gekünstelt zu klingen. —Barney Hoskyns
Hounds of love (1985) [Vinyl LP]
Kate BushNur wenige Frauen haben das Vokabular des Rock auf ähnlich bezaubernde Art und Weise erweitert, wie Kate Bush dies tat. Unter den männlichen Stars findet man wohl nur Prince, der derart risikofreudig ist.

Auf Hounds Of Love präsentiert sich Kate Bush weniger exzentrisch als auf ihrem letzten Album The Dreaming. Stattdessen bietet sie uns hier episch-breiten, hochdramatischen Elektro-Pop, der sich mit den großen Themen Leben, Tod und Gott auseinandersetzt. "Running Up That Hill" war eine der herausragenden Singles der 80er Jahre, während ein Song wie "Cloudbusting" mit seinem vorwärtstreibenden Streicherthema noch immer von magischer Schönheit ist.

In "Jig Of Life" schließlich zeigt sich, daß Kate Bush eine der wenigen Künstlerinnen ist, die sich der keltischen Mystik musikalisch annehmen können, ohne auch nur eine Spur abgedroschen oder gekünstelt zu klingen. —Barney Hoskyns
Kick inside (1978) [Vinyl LP]
Kate Bush
Kick inside (1978) [Vinyl LP]
Kate Bush
King of the Mountain
Kate BushKATE BUSH King Of The Mountain (2005 UK limited edition 2-track 7 vinyl PICTURE DISC; including an exclusive cover version of Marvin Gayes classic Sexual Healing presented in a stickered clear PVC sleeve)
Red shoes (1993) [Vinyl LP]
Kate Bush
Rubberband Girl
Kate Bush
Sensual World (180g) [Vinyl LP]
Kate Bush
Sensual world (1989) [Vinyl LP]
Kate Bush
Wanderland [Vinyl LP]
Kelis
Mister heartbreak (1983) [Vinyl LP]
Laurie Anderson
La pistola y el corazon (1988) [Vinyl LP]
Los Lobos
Paradise Is There-the New Tigerlily Recordings
Natalie Merchant
The Truth About Love [Doppel-Vinyl] [Vinyl LP]
P!NkPINK, The truth about love - 2LP
Hairless Toys
Roisin Murphy,NEU / VERSCHWEISST - Sie bestellen:LP & CD:Roisin Murphy,Hairless Toys.Versand aus Deutschland.Label: Play
Let Me Know [UK-Import] [Vinyl Single]
Roisin Murphy
Overpowered [UK-Import] [Vinyl LP]
Roisin Murphy
Overpowered [Vinyl Single]
Roisin Murphy
The Understanding [Vinyl LP]
Röyksopp
Emperor'S New Clothes [Vinyl Single]
Sinead O'Connor
How About I Be Me
Sinead O'ConnorSINEAD OCONNOR How About I Be Me (And You Be You)? (2012 UK 10-track vinyl LP including 4th & Vine and Old Lady. Housed in a picture sleeve with MP3 download coupon- still sealed in hype stickered shrinkwrap TPLP1122)
I'm Not Bossy,I'm the Boss
Sinead O'Connor
Emperor's new clothes (1990) / Vinyl single [Vinyl-Single 7'']
Sinéad O'Connor
Lion and the cobra (1987) [Vinyl LP]
Sinéad O'Connor
Mandinka [Vinyl Single]
Sinéad O'Connor
I do not want what I haven't got (1989/90) [Vinyl LP]
SinÚad O'Connor
Bella donna (1981) [Vinyl LP]
Stevie Nicks
Wild heart (1983) [Vinyl LP]
Stevie Nicks
Nothing like the sun (1987) [Vinyl LP]
Sting
American Doll Posse [Vinyl LP]
Tori Amos
From the Choirgirl Hotel [Vinyl LP]
Tori Amos
Crossroads (1989) [Vinyl LP]
Tracy Chapman